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So ziemlich jeder hat schon einmal das Wort Solaranlage gehört. Es kursieren jedoch einige Halbwahrheiten, welche für Verwirrung sorgen und die positiven Eigenschaften einer Solaranlage in den Schatten stellen. Im Folgenden haben wir die fünf häufigsten Irrtümer über Solaranlagen zusammengestellt, um diese endlich aus der Welt zu schaffen.

Irrtum 1: Eine Solaranlage zahlt sich erst nach einer Ewigkeit aus

Das ist so nicht richtig. Denn bei einer durchschnittlich großen, selbstfinanzierten Solaranlage beträgt die Amortisationszeit 11 bis 13 Jahre. Nach dieser Zeit, überschreiten die Erträge der Solaranlage ihre Investitions- und Betriebskosten. Dank der seit Jahren sinkenden Anschaffungskosten wird dieser Zeitpunkt immer schneller erreicht.

Übrigens: Die energetische Amortisation, der Zeitpunkt an dem die Solaranlage die Energie produzierte hat welche zu ihrer Herstellung nötig war, beträgt etwa zwei Jahre. Dies bedeutet, dass die Anlage im Laufe ihrer Lebenszeit von 20 bis 30 Jahren, mindestens das 10-fache der Energie erzeugt, welche zu ihrer Fertigung nötig war. Demnach lässt sich sagen, dass Solarmodule mehr Energie erzeugen als zu ihrer Herstellung, Nutzung und Beseitigung nötig ist. Man nennt dies einen kumulierten Energieaufwand.

Irrtum 2: So eine Solaranlage liefert keine vernünftige Rendite

Hier kommt es darauf an, was genau man unter Rendite versteht. Knüpft man die Renditeerwartung an den Eigenverbrauch, dann ist durchaus eine Rendite von rund sechs Prozent möglich. Jede Kilowattstunde erzeugter Solarstrom, die man selbst verbraucht, spart Netzstrom ein.  Beispielsweise kann ein 4-Personen-Haushalt im Großraum München, der im Jahr 4.500 Kilowattstunden Strom benötigt, mit einer 5-kWp-Anlage ungefähr ein Drittel seines Strombedarfs decken. Dies entspricht einer Stromkostenersparnis von 670 Euro pro Jahr und ca. 13.420 Euro über eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Regel ist: Je höher der Eigenverbrauch, desto höher die Rendite.

Wenn man jedoch seine Renditeerwartungen an die staatlich auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung knüpft, dann ist eine gute Rendite tatsächlich kaum machbar. Denn das Einspeisen von Solarstrom in das öffentliche Netz wird derzeit mit nur 11,47 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Dies entspricht ungefähr dem Wert einer selbst produzierten Kilowattstunde Strom mit einer Solaranlage. Natürlich erzielt man bei der Einspeisung des selbst produzierten Stroms immer noch eine Rendite – von ungefähr 1-3 Cent – jedoch liegt diese weit unter dem Gewinn, welcher durch den Eigenverbrauch gemacht werden kann.

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Irrtum 3: Die Lebensdauer einer Solaranlage beträgt 20 Jahre

Es ist unklar, wie diese Zahl zustande kam. Fakt ist jedoch, dass sie nicht stimmt. Belastungstests haben ergeben, dass Solaranlagen eine zu erwartende Betriebszeit von 20 bis 30 Jahren haben. Legt man die oben genannten Amortisationszeiten zugrunde, befindet man sich bei einer Laufzeit von rund 25 Jahren bis zu 14 Jahre in der Gewinnzone! Und mit einem durchschnittlichen geringen Leistungsabfall von 0,3 bis 0,5 Prozent des Wirkungsgrades, kann von einem Gewinnverlust durch schnellen Leistungsabfall nicht die Rede sein.

Übrigens: Solaranlagen lassen sich nach Ablauf ihrer Lebenszeit problemlos recyceln. Mehr zum diesem Thema finden Sie hier.

Irrtum 4: Die Sonneneinstrahlung hierzulande ist zu gering

Es mag plausibel klingen, ist aber falsch. Um beispielsweise einen 1-Personen Haushalt in Deutschland mit genügend Strom zu versorgen, wäre eine Solaranlage mit einer Modulfläche von nur acht Quadratmetern ausreichend. In Deutschland ist mit einer Globalstrahlung – also der direkten und indirekten Strahlung zusammen – von durchschnittlich 1.000 kWh/m² zu rechnen. Dies bedeutet, dass im Sommer sowie Winter, Strom mit der Solaranlage erzeugt werden kann. Geeignet ist jede Art von Dach. Nicht nur eine Südausrichtung ist ertragreich sondern auch nach Osten oder Westen gerichtete Dächer können viel Solarstrom erzeugen.

Übrigens: Jeden Tag steht uns durch die Sonneneinstrahlung 10.000 mal mehr Energie zu Verfügung, als wir weltweit pro Tag benötigen. Rein theoretisch würde eine Fläche von 700 Quadratkilometern in der Sahara ausreichen, um die ganze Welt mit ausreichend Energie zu versorgen.

Irrtum 5: Eine Solaranlage lohnt sich nur mit einem teuren Stromspeicher

Wieder falsch! Auch ohne eine Solar-Batterie kann man zu einem rentablen Ergebnis mit seiner Solaranlage kommen. Durch eine gezielte Erhöhung des Eigenverbrauchs, indem zum Beispiel Stromfresser wie Waschmaschine oder Trockner tagsüber zur Hauptproduktionszeit der Solaranlage genutzt werden, lässt sich das individuelle Ertragsmaximum herausholen. Ein zusätzlicher Solarstromspeicher kann den Autarkiegrad und den Eigenverbrauchsanteil erhöhen. Die Kosten für einen Solarstromspeicher sinken zwar stetig und Verbesserungen der Technologie gewährleisten größere Sicherheit, jedoch lassen sich die finanziellen Aufwendungen für die Anschaffung eines Stromspeichers noch nicht durch den selbst verbrauchten Strom amortisieren.

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Zusammenfassung:

  • Bei einer durchschnittlich großen, selbstfinanzierten Solaranlage beträgt die Amortisationszeit 11 bis 13 Jahre
  • Hinsichtlich des Eigenverbrauchs ist eine Rendite von acht Prozent möglich
  • Solaranlagen haben eine zu erwartende Betriebszeit von 20 bis 30 Jahren
  • In Deutschland ist mit einer Globalstrahlung von durchschnittlich 1.000 kWh/m² zu rechnen
  • Auch ohne einen Stromspeicher ist eine Solaranlage bei hohem Eigenverbrauch des erzeugten Stroms rentabel