LoginTel: +49 30 959 994 767

Stromtrassen sind kein schöner Anblick und zerstören Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Für die Umstellung auf erneuerbare Energien im Zuge der Energiewende, sollen es sogar noch mehr werden. Ist das noch umweltfreundlich? Wir wollen klären, ob der Netzausbau für die Energiewende wirklich notwendig ist und welche Alternativen es gibt.

 

Energiewende – eine notwendige Herausforderung

Wenn man einen Hauptverantwortlichen für den Klimawandel sucht ist das einfach: Der Energiesektor. Rund 40% der energiebedingten CO2-Emissionen hat diese zu verantworten. Noch ist jedoch nichts verloren: Durch eine effiziente Stromnutzung und eine Energieversorgung, die vollständig aus erneuerbaren Energien besteht, können die CO2-Emissionen nahezu auf Null Prozent reduziert werden. Ein entscheidender Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.

Geplanter Netzausbau

Die Energiewende und die damit verbundene Umstellung auf erneuerbare Energien bringt zwei Probleme mit sich:

Die Stromproduktion findet oft nicht da statt, wo der Strom benötigt wird. Windenergie, die im Norden erzeugt wurde, muss in die Ballungszentren im Süden transportiert werden. Ähnlich ist es beim mittels Photovoltaik gewonnen Strom, der vom sonnigen Süden bei Bedarf in den Norden gelangen muss.

Bei Strom aus regenerativen Energien ist die Fluktuationsrate oft hoch. Für die Netzstabilität müssen Stromerzeugung und Stromverbrauch jederzeit ausgeglichen sein. Erneuerbare Energien, wie z.B. Wind- und Solarstrom liefern tages- und jahreszeitlich bedingt unterschiedliche Strommengen. Ihre Fluktuation ist somit nicht vollständig prognostizierbar. Bei einer Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien ergeben sich somit teils Stromüberschüsse, teils Stromengpässe.

Das Stromnetz muss daher ständig großräumig ausgeglichen werden. Um dies gewährleisten zu können ist von den Netzbetreibern ein Netzausbau von rund 4000 km neuen Stromtrassen geplant. Problematisch sind hierbei die Auswirkungen, welche der Ausbau auf die Natur und Tierwelt sowie das Landschaftsbild und die Lebensqualität der Bevölkerung hat, welche unmittelbar betroffen sind. Nicht zu vergessen sind die Kosten, welche bis heute noch nicht genau vorhergesagt werden können, sich jedoch im zweistelligen Milliardenbereich bewegen. Gezahlt wird von den Endverbrauchen über die Netzentgelte. Da stellt sich die Frage, ob es nicht umweltverträglichere, nachhaltigere Alternativen gibt.

Gestalte Deine persönliche Energiewende

Alternative Lösungen

Speicherlösungen und dezentrale, lokal-autarke Energieversorgung

Die Antwort ist: Ja, es gibt Alternativen!

Speicherlösungen

Zum einen gibt es verschiedene Arten von Batteriemodulen. Sie können als entscheidendes Puzzelteil für die Zukunft der Energienetze gesehen werden. Mit ihnen können Solar- und Windenergie dezentral gespeichert und Fluktuationen ausgeglichen werden. Zum Beispiel können Redox-Flow-Batterien Energie über Monate bis zu Jahren stabil speichern. Sie sind sogenannte Langzeitspeicher. Außerdem sind sie skalierbar, recyclebar und in ihrer Herstellung werden keine seltenen Rohstoffe verwendet. Für die Energiewende werden zusätzlich Kurzzeitspeicher benötigt. Hier eignen sich hybride Speicher, wie die Lithium-Ionen-Batterie in Kombination mit einem Superkondensator, welche derzeit vom Fraunhofer Institut für Solarenergie getestet werden. In Verbindung mit einem intelligenten Energiemanagementsystem, wie dem shineHub, ist es möglich Leistungsspitzen abzufedern und Energie mehrere Tage zu speichern.

Dezentrale und lokal-autarke Energieversorgung

Energiewende-Mix
Für Deutschland als hochentwickeltes Industrieland ist eine vollständige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei gleichbleibendem Lebensstil sowie Konsum- und Verhaltensmustern bis zum Jahr 2050 technisch möglich. Auch ökonomisch kann die Umstellung auf regenerative Energien vorteilhaft sein. Die Kosten sind bei weitem nicht so hoch wie die Kosten, welche ohne ein Aufhalten des Klimawandels für zukünftige Generationen entstehen würden.

„Wo es möglich ist, sollte eine dezentrale Energiewende vorangebracht werden, die regionale Wertschöpfung und Teilhabe schafft.“ – Christoph Bals, Germanwatch

Ganz kommen wir um den Netzausbau wohl nicht herum. Jedoch sind die Förderung lokaler erneuerbarer Stromerzeugung und Speicherlösungen wertvolle und effektive Ergänzungen, welche den Netzausbau auf ein Minimum beschränken könnten.

 

Zusammenfassung

  • Ortsgebunde Stromproduktion und hohe unberechenbare Fluktuationsraten der erneuerbaren Energien gestalten die Energiewende schwierig
  • Durch dezentrale Energiegewinnung und Batteriespeicher werden weniger neue Stromtrassen benötigt
  • Jeder Hausbesitzer kann als Prosumer seinen eigenen Strom produzieren, Geld sparen und aktiv zur Energiewende beitragen
  • Der kostenintensive Netzausbau ist notwendig, kann aber durch aktives Handeln minimiert werden

 

Ganzheitliche Energieanalyse
Photovoltaik-Rechner
Stromtarif-Optimierung
Starte Deinen Energiecheck

Ganzheitliche Energieanalyse
Photovoltaik-Rechner
Stromtarif-Optimierung

Starte Deinen Energiecheck

Ganzheitliche Energieanalyse
Photovoltaik-Rechner
Stromtarif-Optimierung